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Schostakowitsch, Rachmaninow, Prokofjew

Im Schatten der Oktoberrevolution

arte

21. Februar 2021

23:40 – 0:35 Uhr

Die Machtübernahme der kommunistischen Bolschewiki hat die Welt für immer verändert und mit ihr das Leben von Millionen Menschen. Dies spiegelt sich auch im Leben und Wirken dreier großer russischer Komponisten des 20. Jahrhunderts: Dmitri Schostakowitsch, der dem Machtbereich des Sowjetstaats nie entkommen konnte, Sergej Rachmaninow, der eine Konzertreise zur Flucht aus Russland nutzte und seine Heimat nie wiedersah, und Sergej Prokofjew, der nach kompositorischen Erfolgen im Westen ausgerechnet in der Zeit des großen Terrors nach Sowjetrussland zurückkehrte.

Mehr als 100 Jahre ist es her, seit die Oktoberrevolution in Russland die Welt für immer verändern sollte und mit ihr das Leben von Millionen Menschen. Auch das dreier großer russischer Komponisten des 20. Jahrhunderts: Dmitri Schostakowitsch innerhalb des Sowjetstaats, Sergej Rachmaninow im Exil und Sergej Prokofjew, der nach Erfolgen im Westen nach Sowjetrussland zurückkehrte – auf unterschiedliche Art und Weise war ihrer aller Leben und Wirken eng verzahnt mit der Geschichte ihres Heimatlandes.

Die packende Dokumentation erzählt von drei Genies der russischen Musikgeschichte, ihren Schaffens- und Lebensbedingungen nach der bolschewistischen Revolution und später unter Stalins Regime. Ob im amerikanischen Exil oder im direkten Machtbereich des Sowjetstaates – in den 30 Jahren nach dem Roten Oktober entstanden in einer Atmosphäre von Heimweh, Trauer, Angst und Verzweiflung stilprägende und revolutionäre Werke der Musikliteratur. Mit Hilfe von Interviews zeigt »Im Schatten der Oktoberrevolution« eindringlich auf, wie direkt die politischen und kulturellen Umwälzungen das Leben und Schaffen der Musiker beeinflussten. Denn zwischen Fortschrittsglauben und Ernüchterung, zwischen Anpassung und Emigration mussten sie sich zur sowjetischen Diktatur positionieren. Neben Schostakowitschs Witwe Irina kommt die renommierte russische Musikhistorikerin Svetlana Savenko zu Wort, der Musikwissenschaftler Simon Morrison von der Princeton University sowie der Schostakowitsch-Biograf Krzysztof Meyer, der Pianist Daniil Trifonov und Mitglieder des Borodin-Quartetts.

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