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Paris, Opera Comique, 2018

C.W. Gluck: Orphée & Eurydice

Für die Inszenierung in der Opéra Comique Paris hat Aurélien Bory eine Traumbesetzung zusammengestellt

arte

11. Oktober 2021

5:00 – 6:50 Uhr

Marianne Crebassa in der Rolle des Orpheus, Hélène Guilmette als Eurydike und Léa Desandre als Amor – für seine Inszenierung in der Opéra Comique in Paris hat Aurélien Bory eine wahre Traumbesetzung zusammengestellt. Der Regisseur verbindet Theater, Tanz, Zirkus- und Videokunst und macht aus Orpheus' Reise in die Unterwelt eine fabelhafte Odyssee. Es dirigiert Raphaël Pichon.

Orpheus beweint auf der Trauerfeier seine verstorbene Frau Eurydike. Die Götter sehen den Kummer des jungen Helden und gewähren ihm die Chance, seine Geliebte aus der Unterwelt zurückzuholen – unter einer Bedingung: Er darf ihr auf dem Rückweg nicht in die Augen schauen … Nach Monteverdi nahm sich Christoph Willibald Gluck im Jahr 1774 des mythischen Stoffes an und verarbeitete ihn zu einem Meisterwerk mit eindringlichen Repliken, ausdrucksstarkem Orchester und einem spektakulär eingesetzten Chor.

Hector Berlioz gestaltete 1859 auf Wunsch der berühmten Altistin Pauline Viardot, die in der Rolle des Orpheus auftreten wollte, eine Neufassung der Oper mit einem französischen Libretto. Seine Fassung fand sofort großen Anklang und wurde fortan regelmäßig an der Opéra Comique aufgeführt. Für Begeisterung bei Publikum und Kritik sorgte auch die jüngste Produktion von 2018, die François Roussillon mit der Kamera festhielt. Aurélien Bory inszeniert die tragische Geschichte vor einer beeindruckenden Kulisse in Form eines riesigen Rahmens, der sich um sich selbst dreht und mal verspiegelt, mal transparent wird – je nachdem, ob die Szene gerade im Diesseits oder im Totenreich spielt. Ergänzt wird die gelungene Produktion durch die herausragende Arbeit von Chor und Orchester (Ensemble Pygmalion) unter dem jungen Dirigenten Raphaël Pichon und einer herzzerreißenden Marianne Crebassa als Orpheus an der Seite von Hélène Guilmette als Eurydike und Lea Desandre als Amor.

Regie: François Roussillon
Inszenierung: Aurélien Bory
Bühnenbild: Aurélien Bory, Pierre Dequivre
Licht: Arno Veyrat

Ensemble Pygmalion, Raphaël Pichon
Mit Marianne Crebassa (Orpheus), Hélène Guilmette (Eurydike), Lea Desandre (Amor)

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