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Sarah Aristidou und das Münchener Kammerorchester unter der Leitung von Bas Wiegers

Thomas Larcher | The Living Mountain

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Die deutsche Erstaufführung von Thomas Larchers »The Living Mountain«

Thomas Larcher widmet sich in seiner Komposition »The Living Mountain« erneut den Bergen seiner Tiroler Heimat. Inspiriert dazu haben ihn die Fotografien von Awoiska van der Molen sowie die Texte der schottischen Schriftstellerin Nan Shepherd. Er habe noch nie einen solch grundlegenden und unprätentiösen Blick auf die Berge erlebt wie in diesen Fotografien und Texten, bekennt Larcher. »In Shepherds Buch geht es nicht darum, die Berge zu mystifizieren oder sich selbst ›auf die Probe zu stellen‹, erläutert er. »Vielmehr will die Schriftstellerin die Schönheit der Berge in einem bestimmten Ton, einem bestimmten Blick offenlegen. Es geht darum, das gesamte Universum der Musik in einem Vogelschrei zu hören, sich selbst zu hören, zu spüren und wahrzunehmen.«

Den Gesangspart übernahm die Sopranistin Sarah Aristidou, die am 10. November 2022 mit dem Belmont-Preis für zeitgenössische Musik der Forberg-Schneider-Stiftung ausgezeichnet wurde. Auch an der demnächst erscheinenden Ersteinspielung des Werks durch das MKO wirkte sie mit. Und bereits in der Uraufführung am 30. April 2022 in Amsterdam war sie die Solistin.

Programm

Introduzione

I. 𝘈𝘵 𝘧𝘪𝘳𝘴𝘵, 𝘮𝘢𝘥 𝘵𝘰 𝘳𝘦𝘤𝘰𝘷𝘦𝘳 𝘵𝘩𝘦 𝘵𝘢𝘯𝘨 𝘰𝘧 𝘩𝘦𝘪𝘨𝘩𝘵, 𝘐 𝘮𝘢𝘥𝘦 𝘢𝘭𝘸𝘢𝘺𝘴 𝘧𝘰𝘳 𝘵𝘩𝘦 𝘴𝘶𝘮𝘮𝘪𝘵𝘴, 𝘢𝘯𝘥 𝘸𝘰𝘶𝘭𝘥 𝘯𝘰𝘵 𝘵𝘢𝘬𝘦 𝘵𝘪𝘮𝘦 𝘵𝘰 𝘦𝘹𝘱𝘭𝘰𝘳𝘦 𝘵𝘩𝘦 𝘳𝘦𝘤𝘦𝘴𝘴𝘦𝘴.
Anfangs, verrückt danach, die Höhe wiederzuerlangen, strebte ich nur nach den Gipfeln und nahm mir nicht die Zeit, die Schluchten zu erkunden.

II. 𝘈𝘴 𝘐 𝘳𝘦𝘢𝘤𝘩 𝘵𝘩𝘦 𝘩𝘪𝘨𝘩𝘦𝘴𝘵 𝘱𝘢𝘳𝘵 𝘰𝘧 𝘮𝘺 𝘥𝘢𝘳𝘬 𝘮𝘰𝘰𝘳, 𝘵𝘩𝘦 𝘸𝘰𝘳𝘭𝘥 𝘴𝘦𝘦𝘮𝘴 𝘵𝘰 𝘧𝘢𝘭𝘭 𝘢𝘸𝘢𝘺 𝘢𝘭𝘭 𝘳𝘰𝘶𝘯𝘥, 𝘢𝘴 𝘵𝘩𝘰𝘶𝘨𝘩 𝘐 𝘩𝘢𝘷𝘦 𝘤𝘰𝘮𝘦 𝘵𝘰 𝘪𝘵𝘴 𝘦𝘥𝘨𝘦, 𝘢𝘯𝘥 𝘸𝘦𝘳𝘦 𝘢𝘣𝘰𝘶𝘵 𝘵𝘰 𝘸𝘢𝘭𝘬 𝘰𝘷𝘦𝘳.
Als ich den höchsten Punkt meines dunklen Moores erreiche, scheint die Welt ringsum abzufallen, als wäre ich an ihren Rand gekommen und sei im Begriff, ihn zu überschreiten.

III. 𝘐𝘯 𝘚𝘦𝘱𝘵𝘦𝘮𝘣𝘦𝘳 𝘥𝘢𝘸𝘯𝘴 𝘐 𝘩𝘢𝘳𝘥𝘭𝘺 𝘣𝘳𝘦𝘢𝘵𝘩𝘦 – 𝘐 𝘢𝘮 𝘢𝘯 𝘪𝘮𝘢𝘨𝘦 𝘪𝘯 𝘢 𝘣𝘢𝘭𝘭 𝘰𝘧 𝘨𝘭𝘢𝘴𝘴. 𝘛𝘩𝘦 𝘸𝘰𝘳𝘭𝘥 𝘪𝘴 𝘴𝘶𝘴𝘱𝘦𝘯𝘥𝘦𝘥 𝘵𝘩𝘦𝘳𝘦, 𝘢𝘯𝘥 𝘐 𝘪𝘯 𝘪𝘵.
In der Septemberdämmerung atme ich kaum – ich bin ein Bild in einer Glaskugel. Die Welt ist freischwebend, und ich in ihr.

IV. 𝘖𝘯𝘤𝘦, 𝘰𝘯 𝘢 𝘯𝘪𝘨𝘩𝘵 𝘰𝘧 𝘴𝘶𝘤𝘩 𝘤𝘭𝘦𝘢𝘳 𝘴𝘪𝘭𝘦𝘯𝘤𝘦, 𝘭𝘰𝘯𝘨 𝘱𝘢𝘴𝘵 𝘮𝘪𝘥𝘯𝘪𝘨𝘩𝘵, 𝘭𝘺𝘪𝘯𝘨 𝘢𝘸𝘢𝘬𝘦 𝘰𝘶𝘵𝘴𝘪𝘥𝘦 𝘵𝘩𝘦 𝘵𝘦𝘯𝘵, 𝘮𝘺 𝘦𝘺𝘦𝘴 𝘰𝘯 𝘵𝘩𝘦 𝘱𝘭𝘢𝘵𝘦𝘢𝘶 𝘸𝘩𝘦𝘳𝘦 𝘢𝘯 𝘢𝘧𝘵𝘦𝘳𝘸𝘢𝘴𝘩 𝘰𝘧 𝘭𝘪𝘨𝘩𝘵 𝘸𝘢𝘴 𝘭𝘪𝘯𝘨𝘦𝘳𝘪𝘯𝘨, 𝘐 𝘩𝘦𝘢𝘳𝘥 𝘪𝘯 𝘵𝘩𝘦 𝘴𝘵𝘪𝘭𝘭𝘯𝘦𝘴𝘴 𝘢 𝘴𝘰𝘧𝘵, 𝘢𝘯 𝘢𝘭𝘮𝘰𝘴𝘵 𝘪𝘮𝘱𝘦𝘳𝘤𝘦𝘱𝘵𝘪𝘣𝘭𝘦 𝘵𝘩𝘶𝘥. 𝘐𝘵 𝘸𝘢𝘴 𝘦𝘯𝘰𝘶𝘨𝘩 𝘵𝘰 𝘮𝘢𝘬𝘦 𝘮𝘦 𝘵𝘶𝘳𝘯 𝘮𝘺 𝘩𝘦𝘢𝘥. 𝘛𝘩𝘦𝘳𝘦 𝘰𝘯 𝘵𝘩𝘦 𝘵𝘦𝘯𝘵 𝘱𝘰𝘭𝘦 𝘢 𝘵𝘢𝘸𝘯𝘺 𝘰𝘸𝘭 𝘴𝘵𝘢𝘳𝘦𝘥 𝘥𝘰𝘸𝘯 𝘢𝘵 𝘮𝘦. 𝘐 𝘤𝘰𝘶𝘭𝘥 𝘫𝘶𝘴𝘵 𝘥𝘪𝘴𝘤𝘦𝘳𝘯 𝘩𝘪𝘴 𝘴𝘩𝘢𝘱𝘦 𝘢𝘨𝘢𝘪𝘯𝘴𝘵 𝘵𝘩𝘦 𝘴𝘬𝘺. 𝘐 𝘴𝘵𝘢𝘳𝘦𝘥 𝘣𝘢𝘤𝘬.
Einmal, in einer Nacht von solch klarer Stille, lange nach Mitternacht, als ich wach vor meinem Zelt lag, meine Augen auf das Plateau gerichtet, über dem noch ein Nachschein von Licht hing, hörte ich in der Stille einen sanften, einen kaum wahrnehmbaren Aufschlag. Doch laut genug, um mich umzudrehen.
Da auf der Zeltstange saß ein Waldkauz und starrte auf mich herab. Ich konnte gerade so seine Gestalt gegen den Himmel ausmachen. Ich starrte zurück. Er drehte seinen Kopf, richtete erst das eine, dann das andere Auge auf mich, dann verschwand er lautlos in der Luft, dass ich, hätte ich ihn nicht beobachtet, sein Verschwinden nicht bemerkt hätte.

V. 𝘍𝘶𝘳𝘵𝘩𝘦𝘳 𝘶𝘱, 𝘪𝘵 𝘪𝘴 𝘢𝘭𝘭 𝘴𝘯𝘰𝘸. 𝘈𝘯𝘥 𝘯𝘰𝘸 𝘵𝘩𝘦 𝘤𝘭𝘰𝘶𝘥 𝘴𝘪𝘯𝘬𝘴 𝘥𝘰𝘸𝘯 𝘰𝘯 𝘮𝘦, 𝘢 𝘱𝘢𝘭𝘦 𝘮𝘪𝘴𝘵 𝘵𝘩𝘢𝘵 𝘸𝘢𝘴𝘩𝘦𝘴 𝘰𝘶𝘵 𝘢𝘭𝘭 𝘵𝘩𝘦 𝘭𝘢𝘯𝘥𝘮𝘢𝘳𝘬𝘴 𝘵𝘩𝘦 𝘴𝘯𝘰𝘸 𝘩𝘢𝘥 𝘯𝘰𝘵 𝘢𝘭𝘳𝘦𝘢𝘥𝘺 𝘰𝘣𝘭𝘪𝘵𝘦𝘳𝘢𝘵𝘦𝘥.
Weiter oben ist alles Schnee. Und die Wolke senkt sich auf mich herab, ein blasser Nebel, der alle Orientierungspunkte verwischt, die der Schnee nicht bereits ausgelöscht hat.

(Ausgewählte Texte aus »The Living Mountain« von Nan Shepherd)

Besetzung

Sarah Aristidou (Sopran)
Aaron Pilsan (Klavier)
Münchener Kammerorchester unter Bas Wiegers

Einstandskonzert von Bas Wiegers als Associated Conductor des MKO
Aufnahme vom 10. November 2022 in der MKO-Konzertreihe im Prinzregententheater München.

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