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250 Berliner Kinder und Jugendliche tanzen »Sacre«

Rhythm Is It

Der preisgekrönte Dokumentarfilm, der Pflicht an allen Schulen sein sollte

Arte Concert

In der Mediathek verfügbar bis 31. Dezember 2021

Berlin, Januar 2003. In der Arena, der alten Omnibus-Remise im Industriehafen, geschieht Erstaunliches: 250 Berliner Kinder und Jugendliche aus 25 Nationen tanzen Igor Strawinskys »Le Sacre du Printemps«, choreographiert von Royston Maldoom und begleitet von den Berliner Philharmonikern: das erste große Education-Projekt des Orchesters mit seinem Chefdirigenten Sir Simon Rattle. Der preisgekrönte Dokumentarfilm begleitet drei jugendliche Protagonisten während der dreimonatigen Probenzeit. Eine hinreißende Liebeserklärung an die tanzenden Teenager und ihre Mentoren - kurz, ein Film über die Faszination der Musik.

«Rhythm Is It!« begleitet drei jugendliche Protagonisten während der dreimonatigen Probenzeit bei ihrer Teilnahme an einem von den Berliner Philharmonikern ins Leben gerufenen Tanzprojekt. Für 250 Berliner Kinder und Jugendliche aus 25 Nationen steht Igor Strawinskys »Le Sacre du Printemps« auf dem Probenplan, für Marie, die noch um ihren Hauptschulabschluss bangt, für Olayinka, der erst vor kurzem als Kriegswaise aus Nigeria nach Deutschland gekommen ist und für Martin, der mit seinen eigenen inneren Barrieren zu kämpfen hat.

Hartnäckig und mit großer Liebe leiten Royston Maldoom und sein Team die ersten Tanzschritte der Kinder und Jugendlichen an, von denen die meisten keine Erfahrung mit klassischer Musik haben. Im Verlauf der Proben lernen sie alle Höhen und Tiefen kennen, wie Unsicherheit, Selbstbewusstsein, Zweifel und Begeisterung: eine emotionale Reise in neue, ungeahnte Welten und zu verborgenen Facetten ihrer Persönlichkeiten.

Geschickt verweben die Regisseure Thomas Grube und Enrique Sánchez Lansch die Workshops mit den Proben der Berliner Philharmoniker - ein einmaliger, mitreißender Einblick in die Arbeit des Orchesters während eines historischen Moments. Die erste Saison mit Sir Simon Rattle markiert den Aufbruch in eine neue Ära, in der die Berliner Philharmoniker ihre Arbeit selbstbewusst in die gesellschaftlichen Räume außerhalb des Konzertsaals tragen. Fast beiläufig zeichnen die Regisseure die packenden Porträts von Simon Rattle und Royston Maldoom, der seit 30 Jahren Tanzprojekte an sozialen Brennpunkten realisiert. In den Schlüsselpunkten ihrer Künstlerbiografien spannt sich mit einem Mal der Bogen zu den Turnhallen und Proberäumen, in denen die jungen Tänzerinnen und Tänzer voller Leidenschaft, aber auch Zweifel an »Le Sacre du Printemps« arbeiten.

Der Dokumentarfilm wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Filmpreis 2005, in den Kategorien bester Dokumentarfilm und bester Schnitt sowie mit dem Bayerischen Filmpreis 2004 als bester Dokumentarfilm.

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