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Zaubersee Festival 2021 – Special Edition

Klavierrezital: Alexander Malofeev

Ausgerechnet dem letzten Maharadscha von Mysore (Indien) kommt das Verdienst zu, die musikalische Öffentlichkeit auf den bis dahin kaum bekannten russischen Komponisten Nikolai Medtner aufmerksam zu machen, indem er Schallplatteneinspielungen von Medtners Werken finanzierte und 1949 die Medtner Society gründete.

Für Rachmaninoff war Medtner schlicht «»der bedeutendste Komponist seiner Zeit«, was viel heißen will, zumal die beiden ja Zeitgenossen waren. Stilistisch hält sich Medtner zwar ebenfalls an die russische Spätromantik im Gefolge Tschaikowskys, aber seine Musik ist von einer unglaublich bildhaften, zuweilen gar erzählerischen Tonsprache geprägt. Exemplarisch dafür stehen die »Vergessenen Weisen« op. 38 aus den Jahren 1918 bis 1922.

Rachmaninoff schrieb seine erste Klaviersonate 1907, also etwa gleichzeitig mit der berühmten zweiten Sinfonie. »Zweifellos ist die Sonate wild und endlos lang. Zu dieser Länge verführt wurde ich von der Idee, die das Werk leitet ‒ nämlich von drei kontrastierenden Typen aus einem literarischen Werk.« Übrigens nicht aus irgendeinem literarischen Werk, sondern aus Goethes »Faust«.

Alexander Malofeev, Klavier

Nikolai Medtner (1879‒1951)
2 Märchen (Skazki) op. 48

Nikolai Medtner
Vergessene Weisen op. 38

Pjotr Tschaikowsky (1840‒1893)
Dumka aus den »Russischen ländlichen Szenen« op. 59

Sergej Rachmaninoff (1873‒1943)
Klaviersonate Nr. 1 d-Moll op. 28

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