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Staatsoper Stuttgart

#OpertrotzCorona: Glaube, Liebe, Hoffnung

Acht Tage lang führt Regisseur Marco Štorman durch virtuelle Stationen zu Leben, Tod und Auferstehung

Spätestens mit der berühmten Gretchenfrage ist Goethes Faust der Bezug zum Religiösen eingeschrieben. „Wie hast du’s mit der Religion?“ Ehrlich gesagt: nicht so wirklich. Schließlich ist Faust eher ein Freund des Okkulten. Dass er ausgerechnet durch die Klänge der Ostermesse davon abgehalten wird, seinem Leben ein Ende zu setzen, und sich dann – gewissermaßen auferstanden – zum Osterspaziergang aufmacht, legt wiederum eine Parallele von Faust- und Jesus-Figur nahe.

Eine ganz andere Gretchen-Frage macht den Bezug noch deutlicher. Denn nachdem Gretchen sowohl gerichtet als auch gerettet ist, trägt sie ganz am Ende als namenlose Büßerin Fausts „Unsterbliches“ der Erlösung entgegen. Die Marienverklärung ist zentrales Element des großangelegten oratorischen Endes von Faust – allerdings eben nicht Katholizismus, sondern eher Kunstreligion.

Das Team um Regisseur Marco Štorman und Dirigent André de Ridder hat sich mit den Stoffen und Kontexten der ursprünglich geplanten Produktion von Robert Schumanns Szenen aus Goethes „Faust“ beschäftigt, mit Faust, Judas und Jesus, Gretchen, Maria und Mephistopheles. Die musikalischen und filmischen Ergebnisse dieser Auseinandersetzung zeigt die Staatsoper Stuttgart in einer acht Tage laufenden virtuellen Ausstellung: Acht Stationen vom Himmel durch die Welt zur Hölle. Von Palm- bis Ostersonntag.

Musikalische Leitung: André de Ridder
Regie: Marco Štorman
Bühne: Demian Wohler
Video: Susanne Steinmaßl
Kostüm: Astrid Eisenberger

Dramaturgie: Ingo Gerlach

Mit: Stine Marie Fischer, Heidi Heidelberg, Fiorella Hincapié, Katherine Manley, Matthias Klink, Denis Milo, Marcos Padotzke, Michael Rathgeber, Manuel Schattel, Jürgen Spitschka

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