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Musikkollegium Winterthur

Nemanja Radulović spielt Mozart & Ravel

Wilde Anmut: Star-Geiger Nemanja Radulović mit Mozart und Ravel

So wie Nemanja Radulović muss ein Geigen-Enfant terrible wohl aussehen: wilde Mähne, extravagantes Auftreten. Was Leidenschaft und Energie anbelangt, passen Äußeres und Musikalisches zusammen. Feine Interpretationskunst, blitzsaubere Technik und schlanke Tongebung zeichnen Radulović ebenso aus. Bereits mit 14 Jahren kam er aus seiner serbischen Heimat ans Pariser Konservatorium und zählt heute zu den Besten und Interessantesten seines Fachs.

„Als wenn ich der größte Geiger in ganz Europa wäre“, – so hat Wolfgang Amadeus Mozart dem eigenen Bekunden nach 1777 in München gespielt. Dass hier ein anderes hochbegabtes Enfant terrible spricht, macht der Brief klar: Das Wörtchen „wäre“ ist sogar noch unterstrichen. Mozart muss zwar ein guter Geiger gewesen sein, aber ebenso sehr einer, der sein Publikum um den Fingern zu wickeln wusste. Just diese Mischung aus verführerischem Als-ob und Geigenkunst ist auch in Maurice Ravels „Tzigane“ gefragt.

Musikkollegium Winterthur
Gergely Madaras, Leitung
Nemanja Radulovic, Violine

Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Violine und Orchester Nr. 3 G-Dur, KV 216
Zoltán Kodály: Tänze aus Galánta
Maurice Ravel: Tzigane aus der Rhapsodie für Violine und Orchester
Béla Bartók: Tanz-Suite

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