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Teatro alla Scala di Milano / Arte

Modest Mussorgski | Boris Godunow

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Kasper Holten setzt das Volksdrama mit dem Bass Ildar Abdrazakov in der Titelpartie in Szene

»›Boris Godunow‹ ist eine Oper über Macht, über Schuld und über die Opfer des Mannes, der mehr und mehr Macht erstrebt«, erläutert Kasper Holten. Der ehemalige Direktor von Covent Garden übernimmt die Inszenierung von Modest Mussorgskis Volksdrama, mit dem das Teatro alla Scala von Milano seine neue Saison eröffnet. Die Titelpartie verkörpert der Bass Ildar Abdrazakov. »Boris Godunow war ein Zar und lebte um 1600 in Russland. Er tötete ein Kind, um auf den Thron zu kommen, und in der Oper folgen wir ihm, wie er an den Folgen seiner Tat leiden muss«, fasst Horten die Handlung zusammen. »Er selbst fühlt sich schuldig für alles, was schiefgeht, und am Ende wird er gestürzt durch einen gewaltsamen Putsch von Grigori, der behauptet, er sei das tote Kind.«

Mussorgski arbeitete von 1868 bis 1874 an seiner Oper. Er stützte sich auf Alexander Puschkins »Dramatische Chronik von dem Unglück des moskowitischen Reiches, dem Zaren Boris und dem Grischka Otrepjew.« Da Mussorgski die westlich-zivilisierte Musik verachtete, hatte er nie Kompositionsunterricht genommen und rang damit, seine musikalischen Visionen umzusetzen. Komponistenfreunde wie Nikolai Rimski-Korsakow halfen, und in dessen Bearbeitung kam das Werk auf die Bühne. Auch Dmitri Schostakowitsch erstellte eine Fassung.

Besetzung

Musikalische Leitung: Riccardo Chailly
Regie: Kasper Holten
Ausstattung: Es Devlin
Kostüme: Ida Marie Ellekilde

Boris Godunov: Ildar Abdrazakov
Feodor: Lilly Jørstad
Ksenija: Anna Denisova
Ksenijas Amme: Agnieszka Rehlis
Fürst Wassili Iwanowitsch Schuiski: Norbert Ernst
Andrej Schtschelkalow, Geheimschreiber: Alexey Markov
Pimen, Chronist und Eremit: Ain Anger
Grigori Otrepjew: Dmitry Golovnin
Warlaam: Stanislav Trofimov
Missaïl: Alexander Kravets
u.a.

Fotocredit: Mailänder Scala

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