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Saarländisches Staatstheater

Oper von Pascal Dusapin: Macbeth Underworld

Eine packende Parabel über die Machtgier der Menschen in deutscher Erstaufführung

Arte Concert

In der Mediathek verfügbar bis 22. Februar 2022

Abtauchen in tiefsten Abgründe der menschlichen Seele! Mit seiner neuesten Oper „Macbeth Underworld“ schafft Pascal Dusapin hochkomplexe Musik, die schillert und ungeheuer wandelbar ist, ein blutbeflecktes Werk, eine Parabel über die Machtgier der Menschen. Macbeth, Königsmörder und auf diesem Weg König geworden, starb nach seiner Schreckensherrschaft selbst eines gewaltsamen Todes.

Pascal Dusapin und sein Librettist Frédéric Boyer haben Macbeth und seine Lady dazu verflucht, ihre Geschichte in der Unterwelt wieder und wieder zu erleben bzw. zu spielen. Lorenzo Fioroni inszeniert sie als immerwährenden Alptraum im Vorhof zur Hölle, wo sich im Bühnenbild von Paul Zoller der ganze Seelenmüll der Menschheitsgeschichte angesammelt hat. Dusapin wählt für seine Opern immer Texte aus der Antike oder der Mythologie. So scheint er mit einem Fuß in der alten und mit dem anderen in unserer Zeit zu stehen.

Das Wann der Handlung seiner Figuren ist durch diesen Spagat jedoch nicht festlegt. Die Zeit ist, wie es im „Hamlet“ heißt, aus den Angeln gehoben, in „Macbeth Underworld“ ganz und gar, hier herrscht die immerwährende Nacht. Und dennoch kann niemand mehr schlafen. Aber es wäre kein Nachdenken über die Menschheitsgeschichte, wenn es nicht neben Mord und Machtgier auch Zärtlichkeit, Sinnlichkeit, Humor und Liebe gäbe. Schließlich öffnet sich das Tor zur Hölle. Macbeth hofft, dass der Tod das Ende bedeutet, das Ende seiner Bluttaten, das Ende seiner Nacht. Aber die Toten kehren wieder, sie stehen auf. Macbeths Schuld bleibt, und er kann nichts anderes als weiter zu morden.

Besetzung
Inszenierung: Lorenzo Fioroni
Fernsehregie: Adeline Chahin
Opernchor des Saarländischen Staatstheaters
Saarländisches Staatsorchester, Justus Thorau

Lady Macbeth: Dshamilja Kaiser
Macbeth: Peter Schöne
Unheimliche Schwester 1: Maria Carla Pino Cury
Unheimliche Schwester 2: Valda Wilson
Unheimliche Schwester 3: Carmen Seibel
Kind: Marie Smolka
Geist: Hiroshi Matsui
Träger: Algirdas Drevinskas

Deutsche Erstaufführung vom 18. April 2021 aus dem Saarländischen Staatstheater Saarbrücken

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