Die besten Live-Streams, Videos und TV-Ereignisse aus
Oper, Konzert, Ballett und mehr auf einer Plattform!

Musikfest Berlin | RIAS Kammerchor Berlin | Kammerakademie Potsdam

Justin Doyle dirigiert Gabrieli, Gesualdo & Strawinsky

Gleicher Stoff – 500 Jahre Musikgeschichte: Biblische Klagelieder vertont von Palestrina ebenso wie von Strawinsky

In der Mediathek verfügbar bis 26. September 2021

Diese Sendung ist ein Bezahlangebot

Die Klagelieder des Propheten Jeremias gehören zu den eindrucksvollsten Texten des Alten Testaments. Sie schildern in ergreifenden Worten und Metaphern die Trauer des Volkes Israel über den Verlust Jerusalems nach der Eroberung durch den babylonischen Herrscher Nebukadnezar im 6. Jahrhundert v. Chr. Die Wirkungsgeschichte dieser „Lamentationes“ ist erheblich: In der jüdischen Tradition wurden die Verse auf die erneute Zerstörung des Tempels durch den römischen Feldherrn Titus im Jahre 70 n. Chr. bezogen. Das Christentum dagegen widmete die Klagelieder dem Leiden und Sterben Jesu Christi und wies ihnen einen festen liturgischen Platz in den Stundengebeten der Karwoche zu. Seit dem 15. Jahrhundert hat eine kaum zu überblickende Zahl an Komponisten der verschiedensten Epochen die starken Textvorlagen zu mehrstimmigen Vertonungen genutzt.

Der RIAS Kammerchor Berlin unter Leitung seines Chefdirigenten Justin Doyle stellt in seinem Konzert beim Musikfest Berlin Auszüge aus Lamentationes-Vertonungen der Renaissancezeit von den englischen Komponisten Thomas Tallis und William Byrd sowie vom römischen Kapellmeister Giovanni Pierluigi da Palestrina vor. Als Kontrast dazu erklingt – begleitet von der Kammerakademie Potsdam – mit „Threni“ die schöpferische Auseinandersetzung Igor Strawinskys mit den biblischen Klageliedern, die er 1957/58 für Soli, Chor und Orchester geschrieben hat. Dem direkten liturgischen Zusammenhang enthoben, sind die „Threni“ von Strawinsky ein hervorragendes Beispiel berührender geistlicher Musik im konzertanten Rahmen.

Programm
Giovanni Gabrieli (1554/1557–1612)
Canzone e sonate (1615)
für verschiedene Instrumente mit Orgelbass

William Byrd (1543–1623), Thomas Tallis (1503– 585), Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525–1594)
Lamentationes Jeremiae Prophetae
Auszüge aus den Vokalwerken

Don Carlo Gesualdo da Venosa (1560–1613)
Aestimatus sum (1611)
aus: Tenebrae-Responsorien für den Karsamstag

Igor Strawinsky (1882–1971)
Threni: id est lamentationes Jeremiae Prophetae (1957/58)
für Soli, Chor und Orchester
Alessandro Piovesan in memoriam

Besetzung
Johanna Winkel, Sopran
Henriette Gödde, Alt
Maximilian Schmitt, Tenor
Georg Poplutz, Tenor
Dominik Köninger, Bariton
Dominic Barberi, Bass

RIAS Kammerchor Berlin
Kammerakademie Potsdam
Justin Doyle, Leitung

Die Kultur-Streaming-Tipps der Woche

Jeden Freitag neu. Jetzt anmelden zum FOYER-Newsletter.
Mit der Anmeldung zum Newsletter erkläre ich mich damit einverstanden, dass die Port Media GmbH (Betreiber von FOYER) mich künftig per E-Mail mit einem Newsletter informiert. Ich kann dieses Einverständnis jederzeit widerrufen. Die Datenschutzerklärung von FOYER mit weiteren Hinweisen zum Datenschutz und meinen Rechten habe ich zur Kenntnis genommen.