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Das SWR Experimentalstudio, Teil 2/2

Die Ohrenzeugen

Im SWR Experimentalstudio in Freiburg wird Musik gemacht und: entwickelt. Das Studio hat sich seit seiner Gründung 1971 international einen Namen gemacht als Schnittstelle von Kunst und Technik - vor allem: mit elektronischer Klangumformung und -bearbeitung in »Echtzeit«. Durch verschiedenste Verfahren kann man seitdem nicht nur die Orte der Klangwiedergabe, sondern auch die Klangfarbe, die Tonhöhe und zeitliche Verzögerung von Klängen kompositorisch gestalten. Lautsprecher werden nicht mehr nur als ein Ding verstanden, das Klang verstärkt, sondern als eine zusätzliche, gleichberechtigte Klangquelle.Seitdem versucht man dort Antworten zu finden auf die Fragen von Komponist*innen, die ihre neuen Stücke im Experimentalstudio entwickeln. Dabei werden mittlerweile auch mathematische Verfahren auf musikalische Klänge angewendet, wie zum Beispiel die sogenannte Faltung, englisch: »Convolution«, ein Verfahren, das die Akustik eines frei wählbaren Raumes auf den Konzertraum projiziert und damit unterschiedliche Klang- und Resonanzräume verbindet. Zu den Komponist*innen, die regelmäßig im Experimentalstudio arbeiten, gehören Mark Andre, José Maria Sánchez-Verdú, Lula Romero, Iris ter Schiphorst, Uroš Rojko, Ying Wang und Chaya Czernowin.

Der zweite Teil des Films begleitet Proben und Aufführungen im slowenischen Ljubljana, wo das Experimentalstudio im Lutherjahr 2017 zu Gast war, ein Konzert beim Festival »Acht Brücken / Musik für Köln«, Markus Schmicklers »Sky Dice / Mapping the Studio« bei den Donaueschinger Musiktagen sowie die Uraufführung der Oper »Heart Chamber« von Chaya Czernowin an der Deutschen Oper Berlin. Mit dabei sind unter anderen das Ensemble Experimental, das SWR Sinfonieorchester, Mark Andre, Noa Frenkel, Detlef Heusinger und die Klangregisseure des Experimentalstudios.