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Daniel Behle singt Beethoven

An die ferne Geliebte: die zarte Seite Beethovens

Im Gegensatz zu einem Schubert oder auch einem Schumann wird Beethoven nicht sofort mit dem Lied in Verbindung gebracht. Erscheint ihm, als Vertreter der großen Geste – des männlichen Helden und weniger des zerbrechlichen und zögerlichen Ichs – diese Ausdrucksform möglicherweise als zu intim? Zumindest hindert es ihn nicht daran, der Nachwelt knapp hundert Weisen zu hinterlassen (zu denen weitere 131 Volkslieder hinzukommen, katalogisiert unter der Werknummer 108), die in der Zeit zwischen seiner frühen Jugend und den ersten Jahren des neunzehnten Jahrhunderts entstehen. Da diese Stücke für den Privatgebrauch bestimmt waren, tragen viele von ihnen keine Werknummern.

»An die ferne Geliebte« gehört zweifellos zu den berühmtesten dieser Werke. Der zwischen 1815 und 1816 komponierte Zyklus aus sechs Liedern zu den Worten von Alois Jeitteles erzählt eine wirkliche Geschichte, wie es Schubert später auf so hervorragende Weise mit seinem Zyklus über die Reifejahre machen sollte. Opus 98 gilt nebenbei als eine Art Vorreiter dieser Gattung.

Daniel Behle, Tenor
Jan Schultsz, Hammerklavier

Ludwig van Beethoven (1770-1827)
-«An die Ferne Geliebte» op. 98
(Text: Alois Jeitteles)
-«Aus Goethes Faust» op. 75 Nr. 6
(Text: Johann Wolfgang von Goethe)
-«Liebes-Klage» op. 82 Nr. 2
(Text: Pietro Trapassi)
-«Mit einem gemalten Band» op. 83 Nr. 3
(Text: Johann Wolfgang von Goethe)
-«An die Hoffnung» op. 94
(Text: Christoph August Tiedge)
-«Der Kuss» (Ariette) op. 128
(Text: Christian Felix Weisse)
-«Seufzer eines Ungeliebten» WoO 118
(Text: Gottfried August Bürger)
-«Busslied» op. 84
(Text: Christian Fürchtegott Gellert)
-«Maigesang op. 52» op. 84
(Text: Johann Wolfgang von Goethe)

Live aufgezeichnet am 14. August 2020 in der Kirche Saanen

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