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Mit Antoine Tamestit, Viola

Currentzis dirigiert Schnittke und Tschaikowsky

Alfred Schnittke: Konzert für Viola und Orchester
Peter Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 5 e-Moll op. 64

Antoine Tamestit, Viola
SWR Symphonieorchester
Dirigent: Teodor Currentzis

Alfred Schnittkes Bratschenkonzert sowie die fünfte Sinfonie von Peter Tschaikowsky standen am 14.12. auf dem Programm des Konzerts mit Teodor Currentzis und dem SWR Symphonieorchester. Solist des Abends war der aktuelle «Artist in Residence” des Orchesters, Antoine Tamestit. Sehen Sie hier das ganze Konzert aus der Stuttgarter Liederhalle im Livemitschnitt.
Alfred Schnittkes Konzert für Viola und Orchester ist eine Seelenwanderung durch Abgründe und Höhen menschlicher Gefühle. 1986 uraufgeführt, gehört zu einem Meilenstein der Bratschenliteratur. »In gewisser Weise hat es einen – vorläufig-abschließenden Charakter, denn zehn Tage nach Beendigung der Arbeit brachte mich ein Schlaganfall in eine fast ausweglose Situation, und ich konnte erst langsam in einen zweiten Lebenskreis eintreten, den ich jetzt durchschreite. Wie in einer Vorahnung des Kommenden entstand eine Musik mit hastigen Durchs-Leben-Jagen (im 2. Satz) und langsamer und trauriger Lebensüberschau an der Todesschwelle (im 3. Satz).« Alfred Schnittke
Das Thema der Vorsehung zieht sich auch als eine Art »Idée fixe« durch die 5. Sinfonie von Peter Tschaikowsky. Gleich zu Beginn intonieren die Klarinetten das fahle Schicksalsmotiv, das in immer neuen Gestaltfindungen daran erinnert, dass die Geschicke des Individuums im Buch des Lebens und des Todes längst festgeschrieben sind. Und wenn der Komponist im Finale nicht von der Stelle kommt, was Kritiker ihm gelegentlich ankreiden, dann ist das kein Unvermögen, sondern der kongeniale Ausdruck des fatalistischen Gefangenseins, von dem diese Sinfonie erzählt.